Schadensersatz


Für alle materiellen Schäden (immaterielle Schäden: s. Schmerzensgeld), die dem Opfer aufgrund der Straftat enstanden sind, ist der Täter u.a. nach § 823 BGB zum Ausgleich, dem sogenannten Schadensersatz, verpflichtet. Materielle Schäden können z.B. sein: Arztbehandlungskosten, Medikamentenkosten, Kosten für medizinische Hilfsmittel, Fahrtkosten, Attestkosten, Haushaltsführungsschaden, Rechtsanwaltskosten, Ausgleichsansprüche des Arbeitgebers bzw. der Krankenversicherung des Opfers für Entgeltfortzahlung während der Arbeitsunfähigkeit, Kosten beschädigter Gegenstände, etc.

Der Schadensersatzanspruch des Opfers kann zivilrechtlich (außergerichtlich oder gerichtlich), aber auch über ein Adhäsionsverfahren gegen den Täter durchgesetzt werden.

Über den Schadensersatz können in der Regel auch die (anwaltlichen) Kosten der Geltendmachung dieser Ansprüche vom Täter ausgeglichen verlangt werden.

Hier noch die für den Schadensersatz grundlegende Vorschrift des

§ 823 BGB

Schadensersatzpflicht

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

(2) Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.


Stand: 22.02.2014